Führen mit Expertenmacht – Kolumne Nr. 3

Führen mit Expertenmacht – Kolumne Nr. 3

Führen mit Expertenmacht – Kolumne Nr. 3 1222 818 Randolf Jessl

Welche Chancen haben Menschen, die mehr Expertise als Extraversion mitbringen, in Führung zu gehen? Zunehmend bessere, meint Randolf in seiner neuen Kolumne auf haufe.de. Denn Expertise lässt sich in unserer hypermedialen Welt bestens vermitteln – und sie ist in der Wissensgesellschaft auch die effektivere Autoritätsbasis.

Dass in Unternehmen und der Öffentlichkeit die Selbstbewussten, Lauten und Durchsetzungsstarken eher in Führung gehen, ist durch Studien gründlich belegt. Das hat zwei Gründe: Extrovertierte Menschen, denen man gerne auch Charisma zuspricht, bringen wichtige Voraussetzungen mit, Menschen zu begeistern und mutig voranzugehen. Außerdem entsprechen sie weitgehend dem Klischee der Führungskraft in unserer westlichen Welt.

Licht und Schatten charismatischer Führung

Doch Extraversion und Charisma haben auch ihre Schattenseiten, was ebenfalls durch Studien gut belegt ist. Schnell geraten diesen Führungspersönlichkeiten das Detail und seine Umsetzung aus dem Blick. Der „Ehrfurchtseffekt“ (Jochen Menges), der sich im Umgang mit ihnen einstellt, schüchtert Menschen auch mal ein. Überhaupt tun sich extrovertierte Energiebündel oft schwerer als Introvertierte damit, die Initiative anderer zu entfachen.

Die Autorität des Experten

Schlägt daher vielleicht die Stunde des Beta-Tiers, dieses ewigen Stellvertreters des Anführers? Einer Person, die durch Expertise und Sachkenntnis bislang dem Alpha-Tier die Führung absichert? Randolf meint, ja. Ein Stück weit wenigstens.

Denn in einer Arbeitswelt, die auf kreative Beiträge aller und Kollaboration angewiesen ist, geht es darum, Commitment in Gruppen herzustellen. Hier ist Autorität von Vorteil, die auf Expertise gründet. Es ist die Autorität des Beta-Tiers als „Expert Leader“ (Amalia Goodall).

„Expert Leadership“ profitiert von (neuen) Medien

Wenn die (neuen) Medien nicht länger als reine Selbstdarstellungsplattformen missverstanden und missbraucht werden, bieten sie die besten Voraussetzungen, dass diese „Expert Leader“ mit einer Mischung aus Expertenautorität, Gründlichkeit und Überzeugungskraft sich in Führung bringen. Dank Schrift und Rede, dank Publizieren und Auftreten.

Hier geht’s zur Kolumne.

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