Kontrolle im Homeoffice? – Kolumne Nr. 24

Kontrolle im Homeoffice? – Kolumne Nr. 24

Kontrolle im Homeoffice? – Kolumne Nr. 24 1191 724 Randolf Jessl

Es ist wieder Lockdown – und eine neue Haufe-Kolumne steht an. Randolf nahm sich daher die Frage vor, die sich Führungskräfte dieser Tage intensiv stellen: Soll man Mitarbeiter im Homeoffice kontrollieren? Seine Antwort: Durchaus, aber nicht aus Misstrauen.

Denn für Randolf gilt:

„Kontrolle, die dem Arbeitsfortschritt dient, sollte in funktionierenden, sich vertrauenden und aufeinander eingestellten Teams kein Problem sein. Dort, wo der Verdacht auf Minderleistung besteht, ist die Lage allerdings heikler.“

Und gerade in diesem Kontext verschärfe die virtuelle Zusammenarbeit die Situation.

Daher gelte es sicherzustellen, dass es objektive Gründe gibt, einen Verzug oder Schlendrian zu vermuten. Auch sollten Führungskräfte möglichst neutral und ohne Signale des Misstrauens nachhaken. Zu guter Letzt empfehle es sich herauszustellen, dass die Intervention der gemeinsamen Sache und nicht der eigenen Absicherung diene.

Drei Grundsätze bei virtuellen Leistungskontrollen

Vor diesem Hintergrund formuliert Randolf drei Grundsätze, „wie bei virtueller Zusammenarbeit der Bedarf an Kontrolle im demotivierenden Sinne minimiert und ihre Ausübung optimiert werden kann.“

  1. Vertrauen schaffen und verteidigen. Denn nur so gelingt die Zusammenarbeit auf Distanz.
  2. Bewusster und sensibler kommunizieren und bewerten. Denn gerade Kritik wird auf Distanz intensiver erlebt als im persönlichen, analogen Gespräch.
  3. Gemeinschaft stärken und Transparenz schärfen. Denn wer isoliert von zuhause arbeitet, braucht maximale Klarheit, wer was gerade macht, was von wem erwartet wird und warum sich jemand verhält, wie er sich gerade verhält.
Kontrolle und Vertrauen entstehen im Miteinander

Auch hier steht für Randolf wieder der Blick auf das Team und die Gemeinschaft im Vordergrund. Für das Arbeitsergebnis und den Gruppenerfolg sind alle verantwortlich. Daher geht die Aufgabe nachzuhalten, ob Termine erreicht, Aufgaben erfüllt und Qualitätsstandards eingehalten werden, jede und jeden in reifen Teams an. Randolfs Fazit:

„Kontrolle und Führungsarbeit verlagern sich so in den Alltag der Gruppe, verlieren ihren disziplinarisch-weisungsbefugten Anstrich und werden zu einer Sache, die jede und jeder im Team übernimmt und der sich jeder und jede im Team unterwirft.“

 

Die Kolumne lesen Sie hier: Kolumne Leadership: Kontrolle im Homeoffice | Personal | Haufe

 

 

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