Erstes Wirtschaftsforum der Charta der Vielfalt: Prominenz trifft Praxis

Erstes Wirtschaftsforum der Charta der Vielfalt: Prominenz trifft Praxis

Erstes Wirtschaftsforum der Charta der Vielfalt: Prominenz trifft Praxis 964 644 Randolf Jessl

Welches Thema ist gesellschaftlich so wichtig, dass namhafte Politiker:innen, Vorstände und Vertreter:innen der Wirtschaft gemeinsam Ideen und Konzepte entwickeln sollten, um diese mit Kolleg:innen zu teilen? Richtig, Diversity. Und deshalb hat die Charta der Vielfalt genau das gemacht und zu einem Wirtschaftsforum Vielfalt eingeladen.

Eigentlich war das Forum lange überfällig, aber Corona hat den Organisatoren – darunter uns – bis zur praktischen Umsetzung mehrere Versuche abverlangt. Am 2. März 2021 war es dann aber soweit: das erste Wirtschaftsforum Vielfalt ging an den Start. Es brachte eine Gemeinschaft von Menschen zusammen, die Schnittpunkte mit Diversity haben und ihre Ideen als Hilfestellung an andere weitergeben. 1600 Manager:innen, Wissenschaftler:innen und Expert:innen sowie 64 faszinierende Vortragende folgten der Einladung.

Die Premiere läuft online

Der Pandemie geschuldet, musste die Veranstaltung ihre Premiere online feiern. Alle Teilnehmenden wurden digital zugeschaltet. Die Vorstandsvorsitzende der Charta der Vielfalt, Ana-Christina Grohnert, empfing gemeinsam mit Moderatorin Pinar Atalay auf der rbb-Dachlounge in Berlin. Ihre Botschaft: Vielfalt ist der „Rohstoff der Zukunft“ und für ein nachhaltiges Wachstum unserer Wirtschaft unabdingbar.

„Wir wollen die Vielfalt in die Entscheidungsebene einbringen.“ Ana-Christina Grohnert, Vorstandsvorsitzende Charta der Vielfalt

Das beeindruckende Line-up der Redner:innen sowie die stattliche Anzahl an Zuschauenden zeigt, dass Vielfalt als Thema in der Arbeitswelt angekommen  und der Bedarf an Orientierung so stark wie nie ist.

Folgende Persönlichkeiten waren unter den Vortragenden:

– Patricia Schlesinger, rbb Intendantin

– Annette Widmann-Mauz, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration

– Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission

– Dr. Rainer Dulger, Präsident der Deutschen Arbeitgeberverbände

– Robert Habeck, Co-Vorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen

So forderte beispielsweise Arbeitgeberpräsident Dr. Rainer Dulger, dass Arbeitgeber Verantwortung übernehmen und für Diversität stehen müssten – das bedeute gleichzeitig, sich klar gegen Ausgrenzung zu positionieren. Genau dort setzt die Charta der Vielfalt an, da sie mit einer Selbstverpflichtungserklärung Firmen auf ihrem Weg zu einer diversen Unternehmenskultur fördert.

„Wir alle hier wissen, dass Diversität von hoher wirtschaftlicher Relevanz ist. Diversität führt zu Kreativität, Kreativität schafft Innovation. Die Stärke unserer Unternehmen wächst aus der Stärke unserer Beschäftigten.“ Dr. Rainer Dulger, Arbeitgeberpräsident

Namhafte Firmen geben Einblick

Im zweiten Block der Veranstaltung, „Praxisdialoge mit führenden Wirtschaftslenker:innen“, stellten Top-Entscheider:innen vieler Firmen ihre Ideen zur Umsetzung von Diversity vor. Die 64 Unternehmen könnten unterschiedlicher nicht sein, jedoch verbindet sie die Entschlossenheit, Diversität in ihren Reihen zu fördern. Bei den Gesprächen trafen innovative Ideen auf umgesetzte Konzepte. Für alle Involvierten hielt die Veranstaltung Anregungen bereit, die vom Fleck weg umgesetzt werden können.

Beteiligt waren Vertreter:innen folgender Firmen:

– Accenture

– Bayer AG

– Siemens AG

– BP Europa SE

– Novartis

– Daimler AG

– Boehringer Ingelheim

– Volkswagen Nutzfahrzeuge

– Deutsche Bahn AG

 Robert Habeck nimmt die Politik in die Pflicht

Das Schlusswort des Abends hielt Robert Habeck, Co-Vorsitzender der Partei Bündnis 90/Die Grünen. In seiner Ansprache wird schnell klar: Unternehmen selbst können für ein vielfältiges Umfeld viel tun, aber es braucht auch Politik, die das begünstigt. Zusätzlich benötige es Vorstände, so Habeck, die #FlaggeFürVielfalt zeigen. Dies betonte Habeck in Anlehnung an die gleichnamige Initiative der Charta der Vielfalt, welche Unternehmen dazu aufruft, sich öffentlich zum Thema Diversität zu positionieren.

„Ich finde die Initiative Wir zeigen #FlaggefürVielfalt eine gute Initiative.“ Robert Habeck (B‘90/Grüne)

Die Resonanz auf das Forum und die Reaktionen der Zuschauenden zeigt: Die Charta der Vielfalt ist der maßgebliche Treiber für eine leistungsstarke, diverse und nachhaltig aufgestellte Wirtschaft in Deutschland.

Hintergrund: Charta der Vielfalt

Die Charta der Vielfalt ist eine Initiative der Arbeitgeber:innen mit der Mission, die Arbeitswelt vielfältiger und vorurteilsfrei zu gestalten. Im Vordergrund steht die Förderung von Wertschätzung und Diversität in Unternehmen, schriftlich in einer Selbstverpflichtungserklärung festgehalten. Seit der Gründung 2006 wurde die Erklärung schon von über 4.000 Unternehmen unterschrieben, laufend wächst der Kreis der Unterzeichner:innen.

Eine Rückschau auf das Erste Wirtschaftsforum Vielfalt gibt es hier: https://www.charta-der-vielfalt.de/aktivitaeten/wirtschaftsforum-vielfalt/

 

 

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